Mit 600.000 Anrufen im Monat erfreut sich die Zeitansage der Telekom Austria nach wie vor großer Beliebtheit. Nun wird aus 1503 die neue Nummer 0810 001503! Was so viel heißt wie die neue Zeitansage ist da und kostet 0,067586 € pro Minute.
Neu, aber nicht unbekannt, ist die Stimme, die unter "0810 001503" zu hören ist. Statt Renate Fuczik, Telekom Austria Mitarbeiterin im Ruhestand und über 20 Jahr legendäre Stimme der Zeitansage, hört man künftig die Stimme von ORF-Redakteurin Angelika Lang (im BILD links).
FOTO: Telekom Austria AG
"Durch den Zeitsignalsender in Mainflingen bei Frankfurt ist die Zeitansage sekundengenau und ein Tonbandservice, der trotz Internet und TV-Angeboten nach wie vor nachgefragt wird", erklärt Mag. Michael Uray (Bildmitte), Produktmanager bei der Telekom Austria die Gründe der Gesellschaft den seit nahezu 60 Jahren bestehenden Tonbanddienst weiterzuführen.
Über 20 Jahre lang lieh Renate Fuczik der Zeitansage ihre Stimme.
Sie war aber auch unter zahlreichen anderen Servicenummern zu hören. Vom Theaterprogramm über das tägliche Horoskop bis zu den
Weltnachrichten reichte ihr Repertoire. Gerne, aber ohne Wehmut
blickt sie auf diese Zeit zurück: "Als die erste Nervosität bei den
Aufnahmen vorüber war, hatte ich das Gefühl, die ganze Welt steht mir offen. Das war eine sehr schöne Zeit, für mich aber eher eine liebe Erinnerung als die Gegenwart. Mit einer neuen Nummer ist es einfach auch Zeit für eine neue Stimme."
Glücklich ist sie schon, dass die Zeitansage von Telekom Austria weiter geführt wird. Mit der ORF-Radiomoderatorin Angelika Lang tritt eine bekannte Stimme ihre Nachfolge an. "Ich bin mit der Zeitansage so gut wie aufgewachsen. Die Aufnahmen waren für mich schon auch ein bewegender Moment", so Angelika Lang.
Besondere Rufnummern für besondere Dienste
Tonbanddienste zählten zu den "besonderen Rufnummern", die im österreichischen Telefonnetz seit dem Jahr 1972 - mit Abschluss der Vollautomatisierung - existierten. Anfangs nur auf die Notrufnummern und einige regionale Dienste beschränkt, wurden sie in der ersten Hälfte der 90er Jahre digitalisiert und waren ohne Vorwahl aus ganz Österreich erreichbar. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Zeitansage (1503), die Wasserstandsmeldungen (1577) und die Schallplatte des Tages (1562).
